Ärztl. Untersuchung bei Fahrerlaubnis C1

künftig alle 5 Jahre

Bund passt Führerscheinrecht an EU-Richtlinien an

Führerscheinklasse C1 und C1E
Diese Klassen werden auf 5 Jahre befristet und erst nach einer Gesundheitsprüfung verlängert.

Es sind aber nur diejenigen Fahrer/innen betroffen, welche ihre C1/C1E-Berechtigung nach dem 28.12.2016 (eigentlich 19.01.2013 nach europ. Recht) erworben haben und welche das 50. Lebensjahr vollendet haben.


Das Bundesverkehrsministerium rät zur Vorsicht bei Fahrten mit mehr als 3,5 to zul. Gesamtgewicht im europäischen Ausland. Dort könnten die Behörden den Alleingang Deutschlands nicht akzeptieren und auf den eigentlich nach europ. Recht geltenden Stichtag 19.01.2013 pochen. Wer also unmittelbar nach diesem Datum seinen Führerschein erworben hat, müsste demnach also noch in diesem Jahr zur Untersuchung.

Ein Transporter mit einem zul. Gesamtgewicht zw. 3,5 und 7,5 to darf mit dem gültigen Führerschein C1 gefahren werden. Das gleiche gilt für leichtere Nutzfahrzeuge, wenn sie im Anhängerbetrieb die Gewichtsgrenze überschreiten.

Diese Regelungen gelten auch für Fahrzeuge über 3 to, welche vorwiegend zur Personenbeförderung ausgelegt sind, auch wenn sie weniger als 8 Sitzplätze haben. Dafür ist ab sofort die Klasse D1 notwendig. Die meisten Handwerkerfahrzeuge, z. B. auch Pick-Ups, sind davon aber nicht betroffen.

Bestandsschutz
Am besten haben es die Inhaber älterer Führerscheine der Klasse 3. Sie profitieren vom bestehenden Bestandsschutz und müssen auch im Alter von über 50 Jahren nicht zum Arzt, um ihren Führerschein verlängern zu lassen.


Quelle: deutsche-handwerks-zeitung.de 2017; Auto + Fuhrpark – 03.03.2017