Neues bei Minijobs

Neuregelungen bei Minijobbern ab 2017

Aufzeichnungspflicht für Arbeitgeber Aufzuzeichnen sind: Beginn und Ende sowie

Dauer der täglichen Arbeitszeit. Diese Aufzeichnungen müssen bis zum 7. Arbeitstag erledigt und mind. 2 Jahre lang aufbewahrt werden (§17 Abs. 1 MiloG). Nähere Infos, u. a. auch branchenspezifisch: www.der-mindestlohn-wirkt.de

Arbeitnehmeranteil für Rentenbeiträge

Hat sich ein Minijobber 2017 nicht von der Rentenversicherungspflicht befreien lassen, muss der Arbeitgeber vom Minijob-Gehalt den Arbeitnehmeranteil einbehalten und an die Minijobzentrale abführen. Dieser Arbeitsnehmeranteil beträgt z. Z. 3,7 %, der Beitragssatz zur Rentensicherung 18,7 %.

Minderung der Umlagen U1 und U3 ändern sich 2017

Es sind Pauschalabgaben in Höhe von 30 % an die Minijobzentrale ab zu führen. Zusätzlich müssen noch bestimmte Umlagen für die Lohnfortzahlung überwiesen werden; zwei dieser Umlagen haben sich 2017 geändert: U1 von 1,00 % auf 0,90 % sowie U3 von 0,12 % auf 0,09 %.

Überschreitung der 450-Euro-Grenze ab 2017 3 x im Jahr erlaubt

Eine geringfügige Beschäftigung liegt vor, wenn der Lohn im Monat nicht höher als 450 € ist. Massgeblich ist hier eine Durchschnittsbetrachtung; der regelmässige Verdienst darf im Durchschnitt eines Zeitraums von 12 Monaten nicht mehr als 450 € betragen, also max. 5.400 €. Wird diese Grenze überschritten, liegt kein begünstigter Minijob mehr vor (§ 8 Abs. 2 SGB IV).

Neuer Mindestlohn: Arbeitszeiten anpassen

Nach der Anpassung des Mindestlohns auf 8,84 € erreichen Minijobber bereits nach 50 Std. und 54 Min. die zulässigen 450 € im Monat. Arbeitgeber sollten daher die bestehenden Beschäftigungen neu beurteilen. Vor allem die, die die monatliche Verdienstgrenze ausreizen.

Neues Flexirentengesetz

Altersvollrentner mit einem Minijob können seit dem 1.1.2017 Beiträge in die Rentenversicherung zahlen, um die Höhe ihrer Rente zu steigern.

Quelle: minijob-zentrale Jan. 2017